Wanderst Du?
"Nein"
Laeufts Du?
"Nein, ich wohne in LA, da laeuft man nicht"
Treibst Du irgendeinen anderen Sport?
"Nein"
Rauchst Du
"JAAAA"
Er meinte er wuerde mich trotzdem mitnehmen, abr nur wenn der Skilift geht. Der spart einem 1 Stunde (es sollten dann nur noch 3-4 Stunden Aufstieg sei), aber dass ich mir das trotzdem gut ueberlegen sollte. Ich war hin und hergerissen, die Plagerei (mit Abstieg insgesamt um die 6 stunden) sollte naemlich auch noch $100 kosten. Aber Alex redet mir ein bisschen gut zu und im naechsten Moment unterschrieb ich das Anmeldeformular und blaetterte die Kohle hin. Es gab nur noch eine Weg um aus der Sache wieder rauszukommen. Der Skilift ist wegen starkem Wind am naechsten Morgen ausser betrieb. Doch das war mir nicht vergoennt. Am naechsten Morgen um 7 Uhr stand ich in der Argentur, schulterte mein Ruecksack, der inziwschen bestimmt 8 kilo wog und auf gings zum Skilift. Wir waren 12 Leute und 4 Guides/Fuehrer. Mein einziger Trost, wenn es hart auf hart kommt, kann ichmit einem der Guides umdrehen. Der Aufstieg war brutal. Wir gingen zwar Gott sei Dank im Schneckentempo aber das half nicht wirklich. Es gab keinen richtigen Pfad sondern es ging quesr durchs Geroell und Sand. Immer schoen einsinken oder abrutschen (3 Schritte nach vorne, 2 nach hinten). Die erste Pause war nach 30-40 Minuten. Ich dachte, ich sollte besser gleich umdrehen. doch nach einem Happen zu essen und einer Zigarette ging es mir besser und ich dachte ich gehe bis zum Eis. Die naechste Etappe war nicht besser. Ich konnte nur an Eines denken "ICH KANN NICHT MEHR". Aber am Eis angekommen, wiederholte ich Pause 1 -- Essen und Rauchen. Dann dachte ich , jetzt bist Du soweit gekommen, jetzt schaffst Du es auch noch uebers Eis hinaus. Die Belohnung war naemlich, dass man auf dem Rueckweg mit einem kleine Plastikteil unterm Hintern runterrutschen kann. Das war zu verlockend und der Gedanke mal Eispickel und Steigeisen ausuprobieren war gross. Und so schleppte ich mich Schritt fuer Schritt weiter nach oben. 3 Stunden spaeter waren wir am letzten Stueck angekommen. Ich konnte nichts mehr sagen. wollte nur noch sitzen Essen und was auch sonst rauchen. 3 Maedels entschieden sich nicht weiterzugehen. die letzten 150 Hoehenmeter ging es naemlich meiner Meinung nach fast senkrecht ueber lose Lavasteine hinauf. Wollte ich mir das wirklich noch antun. Ich wusste nicht was schlimmer war, dass sich meine Beine wie Pudding anfuehlten oder dass ich das Gefuehl hatte meine Fuesse waren in den schweren Wanderstiefeln blutig gescheuerrt. Aber ich riss mich zusammen und ging weiter. Nach ca. 10-15 Minuten wollte ich aufgeben. Aber das haette bedeutet,dass noch ein Guide weggefallen waere. Einer blieb ja schon bei den 3 Maedels. wenn ich jetzt auch noch einen fuer mich beanspruche, dann bleiben fuer die restlichen 9 Leute nur noch 2. Immer auf das WOhl der anderen bedacht, schleppte ich mich weiter. Eier der Guides, Ruben, sah wie elend ich daherkam und half mir wo es nur ging. Und nach einer weitern Stunde war es dann geschaftt. Ich stand am Rande des Kraters und war entaeuscht. Der Vulkan ist aktiv und ich dachte dort sieht man die Lava spucken (so stand das im Reisefuehrer). Aber ausser einem Megawind und einem unertraeglichen Schwefel/Gas Gestank (er raubte einem wirklich den Atem) der aus dem Krater kam gabs da oben nichts. Ok die Aussicht war sehr schoen aber auf die haette ich in dem Moment auch verzichten koennen. Ich wollte nur noch sitzen und -- 3x duerft ihr raten -- Eine rauchen. Aus der Einen wurden Zwei und die Guide begannen sich zu fragen wie ich nur soweit gekommen bin. Spaeter sollte ich erfahren dass es unter den Fuehrern (und zwar nicht nur aus unsere Gruppe, sodern auch Guides von den unzaehligen anderen Gruppen) Wetten gab wie weit ich es schaffen wuerde. Sie haben mich wohl den ganzen Weg nach oben beobachtet. Ich glaub, so wie es verstanden habe, dhat keiner so wirklich anmich geglaubt. Ausser Ruben, er erzaehlte mir hinterher, dass als ich es bis zu des Stinen schaffte, er dachte jetzt schafft sie es auch noch bis nach oben. Dank ihm hab ich das ja dann auch geschafft. Wiedermal als Letzte aber dafuer war ich auf dem Weg nach unten wieder die Erste. Ich hatte es so eilig, dass ich beim Eisrodeln nichtmal dazu kam mir die "wie bremse ichmit nem Eispickel" Instruktionen des Fuehrers anhoerte. Stimmt nicht ganz, ich haette es gerne gewusst, aber als ich mich hinsetzten wollte, damit er es mir zeigen kann, bin ich ausgerutscht, auf mein Hinterteil gefallen und weg war ich. Ich wurd immer schneller und landete letztendlich in einem Schneehaufen. Das hat auch funktioniert. Mein Hosenboden war pitsche-patsche nass und meine Pobacken fuehlten sie an wie zwei Eisberge, die die Titanic um sinken haetten bringen koennen.
Ich hatte nur ein Ziel vor Augen. Runter vom Berg. Ich rannte den Rest der Strecke mit Ruben dem Guide um die Wette. Dabei fiel ich natuerlich noch das eine oder andere Mal und brachte mir ein paar schoene "blaue Souvenirs" mit. Ruben denkt ich hab komplett den Verstand verloren und irgendwie glaube ich er liegt da garnicht so falsch.