Saturday, November 22, 2008

Die silber-violete Flamme...

...bisher hab ich sie noch nicht gesehen. Aber der Reikikurs war trotzdem ganz interessant und nur halb so abgefahren wie ich befuerchtet hatte. Obwohl ich mir sicher bin, dass es, wenn man es ernsthaft betreibt, sehr spacig wird. Am Anfang der Klasse musste ich 2 Karten aus zwei verschiedenen Decks ziehen, die mir sagen sollen was ich ueber meine Momentane Situtation wissen muss. Das war recht interessant. Ich zog “bleibe fokusiert” und “Das Kind”. Die Nachricht der 1. Karte war simple: Ich soll auf mich hoeren und mich auf das was ich fuer mich wichtig halte konzentrieren und mich nicht von Umstaenden und/oder den Beduerfnissen anderer Menschen von meinem Weg abbrigen lassen. Die 2. Kart “Das Kind” hatte mehrere Bedeutungen von denen ich mir die mit der ich mich am meisten identifizieren kann heraussuchen sollte: Fuer mich war das “Mit Kindern zu arbeiten” Es gab auch noch “ein Kind kommt bald in dein Leben” – dabei dachte ich mir nur “Bitte (noch) nicht”. Nach den Karten und einer kleinen Einfuehrung was Reiki ist, bekam ich mein erstes “Attunement”, eine Art Aufnahme/Iniziierung die nur von einem Reiki Master durchgefuehrt werden kann.Dazu musste ich mich still auf einen Stuhl setzten und die augen schliessen waehrend Julie, meine Lehrerin und Reiki Meisterin, ein kleines Ritual abhielt. Ausser dass mir fuerchterlich heiss wurde passierte nichts. Jetzt bin ich aber offiziell in den Kreis aufgenommen und kann die heilende Reiki Energie wann immer ich sie brauche herbeirufen. Das soll recht einfach sein, man muss am Anfang einer Sitzung nur sagen “Reiki Energie an” und wenn man fertig mit der Behandlung ist “Reiki Engerie aus”. So richtig geklappt hat das bei mir jedoch noch nicht, zumindest hab ich nicht sonderlich viel gespuert, aber Julie meinte die Enerie sei praesent ich muesse nur daran glaube. Noch faellt mir das schwer, ich werde mich aber noch ein bisschen damit beschaeftigen. Habe im Moment allerdings nicht das Gefuehl der grosse Reiki Meister zu werden. Wir befassten uns auch mit den Chakras (Energie Zentren in unserem Koerper die mit Organen und Emotionen korrespondieren) und damit wie man sie mit Reiki ausbalancieren kann. Am 2. Tag bekam ich noch ein weiteres “Attunement” und musste ein paar Symbole die das Ganze unterstuetzen sollen lernen . So ganz grob gesehen war es das dann auch schon.. Der Rest ist Uebung und viel Glaube. Mit letzterem tue ich mich noch ein bisschen schwer. Ich glaube zwar an Energie und auch daran dass sie auf eine Art heilend sein kann, aber an den ganzen Kult der darum betrieben wird - die Symbole, die wiedegeborenen Germains, die kosmischen Mahatmas und die silberen Flamme - kann ich (noch?) nicht so recht glauben.

Aber ich vertraue darauf, dass mich diese Energie auch weiterhin auf meiner Reise beschuetzt und mir “den richtigen Weg” zeigt. Wenn ich auch mal wieder nicht weiss wo der als naechstes so genau hinfuehren soll. Er wird schon alles so passieren, wie es fuer mich am Besten ist.

Morgen werde ich einfah mal in einen Bus richtung Nordwesten einsteigen und losfahren. Irgendwo wird die Fahrt dann schon enden und ich bin gespannt wasmich dort schoenes erwartet.

Thursday, November 20, 2008

Neue Bekanntschaften und spirituelle Begegnungen...

Ich las in meiner Lonely Planet Bibel, dass es in einem der vielen Tempel in Chiang Mai, die Moeglichkeit gitb sich mit einem Moench zu unterhalten. Man kann dort einfach hinkommen und die Moenche ueber ihr Leben und den Buddhismus generell ausfragen. Ich dachte mir, dass es eine prima Idee ist, dort vorbeizuschauen, zumal ich jetzt ja niemanden mehr zum reden hatte. Ich machte mich auf zum Temepl und lernte Parwit kennen. Anfaenglich war unsere Unterhaltung etwas steif. Ich hatte das gefuehl, dass er es ein bisschen leid ist immer die selben Fragen von uns Touris zu beantworten. Nach einer Weile hatten wir uns aber warm geredet und ich sass insgesamt fast 2 Stunden bei Parwit. Er erzaehlte mir, dass er seit 7 Jahren Moench ist aber wahrscheinlich bals “aussteigen” wird um zum Militaer zu gehen. Komische Kombination, aber er moechte gerne beide Seiten kennenlernen. Er schilderte mir auch den tagesablauf der Moenche. Morgens um zwischen 3:30 und 4 Uhr wird aufgestanden und meditiert.Danach gehen viele (vor allem die Novizen) auf die Strasse und sammeln das Essen fuer den Tag. Danach gibt es Fruehstueck. Einem Moench sind nur 2 Mahlzeiten pro Tag gestattet. Der Rest des Tages wird mit lernen und Temple putzen verbracht. Abernds wir dann nochmal gebetet und meditiert. Grundsaetzlich hoert sich das nach einem relativ stressfreinen Tag an, aber fuer mich waer das mal so garnichts. Morgens um 3:30 aufstehen? Geht ueberhaupt nicht. Warum das so frueh sein muss hab ich mich nicht getraut zu fragen aber wird schon seinen Grund haben. Ich hab auch gefragt, warum es soviele Moenche gibt und sowenige Nonnen. Parwit meinte ich solle mir die frage selbst beantworten. So ne richtige antwort hab ich bisjetzt immer noch nicht gefunden, ich denke mal nciht das es am fruehen Austehen liegt :-) Vielleicht liegt es daran, dass Frauen Kinder und Familie haben wollen, und das geht als Moench oder Nonne nicht, bzw dann muss man die “Robe” ausziehne und ins “normale Leben” zurueckgehen. Das ist uebrigens jederzeit moeglich. Wenn man moechte kann man auch nur Moench fuer einen Tag sein.

Ich haette mich noch stundenlang mit Parwit unterhalten koenne, aber meine neue Freundin Opor, die Ex-Knacki Masseurin, wartete auf mich. Die letzten tage in Chinag Mai besuchte ich sie religioes um mich von ihr durchkneten zu lassen. Zwischendurch unterhielten wir uns ein bisschen und sie beschloss, dass ich ihre neue Freundin waere. Sie gab mir zum Abschied ein Passfoto von sich (davon hatte sie eine ganzen Stapel im Geldbeutel) und lud mich ein, bei meinem naechsten Besuch in chiang Mai bei ihr und ihrer Tochter zu wohnen. Fand ich total suess und ich werde auf alle Faelle versuchen mit ihr in Kontakt zu bleiben.
Nach 10 Tagen in Chiang Mai beschloss ich es war Zeit weiterzuziehen. Ich hoerte vielerseits dass das kleine Staedchen oder Dorf Pai, sehr schoen und relaxt sein soll. Die Fahrt dorthin war aber alles andere als relaxt. Serpentinen-fahren nonstop. Uber 700 Kurven in 3 Stunden. Ich bin ja Got sei Dank Bus erprobt, aber einige meiner Mitfahrer leider nicht. Um es milde auszudruecken, die Fahrt war zum kotzen. Ich war die halbe Zeit damit beschaeftigt meiner Sitznachberin Platiktueten zu reichen.
So elendig die Fahrt war, so schoen ist Pai. Es liegt an einem Fluss in einem wunderschoenen gruenen Tal. Die Atmosphaere ist super entspannt. Ueberall kleine Geschaefte, und Cafes und nach Dunkelheit erwachte Pai zum Nashville von Thailand. In den unzaehligen Kneipen spielen Live-bands Jazz, Rock und Blues. Ich war so gluecklich und zufrieden hierzusein. Eine richtige Oase der Ruhe. Waehrend ich so durch die Strassen bummelte und mir ueberlegte, was ich hier die naechsten tage anstellen koennte, sah ich ein Schild fuer einen Reiki Kurs. Ich gig in den Laden und buchte ohne gross zu ueberlegen innerhalb von 10 Minuten einen 2 Tage Kurs. Eigentlich weiss ich ja garnicht so genau was Reiki ist, nur dass es irgendwas mit Energie-Heilen zu tun hat, aber es war zuspaet, ich hatte gebucht und bekam einen Stapel Blaetter, die ich mir vor dem Kurs schon mal ankucken soll. Ich ging damit zurueck in mein Guesthouse und fing an zu lesen. Schon nach der 2. Seite meines “Shamballa Multidimensional Healing” Buch, dachte ich “Oh Gott, fuer was hast Du Dich da angemeldet?” Es erzaehlt von Germain, der schon ganz viele Leben gelebt hat, u.a. Als Josef (ja genau DER Josef, Marias Ehemann), Kolumbus, Francis Bacon (william Shakespear) und Merlin. Im Moment dient Germain als, ich uebersetzte den Text: Chohan of the 7th Ray (dem Schimmer/Lichtstrahl des Geheimnis und der Magie), was ihn zum Meister der verwandelbaren Silbler-Violeten Flamme macht. Er uebernahm diese Position von Quan Yin als diese Vorsitzende des Karma-Ausschuss wurde. Seine Hauptaufgabe ist es im Moment, das New Age auf der Erde zufestigen. Germain ist fuer den Aufstieg auf Erden verantwortlich....Es war in seinem Leben als Graf de Saint Germanin, dass er aufgestiegen (in den Himmel) ist; er lebte damals ueber 350 Jahre....und soweiter und so fort...
Ach und dann gibt es noch “Mahatma”, das kosmische Wesen, dass sich seit dem “harmonischen Zusammenlauf (Harmonic Convergence) im August 1987, der Erde verfuegbar macht.

Mit diesen abgefahrenen Sachen kann ich ja nciht wirklich was anfangen. Das ist mir dann doch ein bisschen zu abenteuerlich. Aber ich habe mir vorgenommen, alles ganz offen anzuhoeren...

Monday, November 17, 2008

Zurueck in Thailand

Grundsaetzlich war meine Bootsfahrt auf dem Mekong von Laos nach Thailand sehr entspannend. 2 Tage lang, von morgens bis Abends einfach nur dasitzten und die Welt an sich vorbeiziehen lassen – himmlisch. waeren da nicht die super unbequemen Sitze gewesen. Am ersten Tag von Luang Prabang nach Pak Beng hatten wir noch die Luxusvariante: ausrangierte, durchgesessene Minibus-Sitze, die man einfach aufs Boot gestellt hatte. Im Vergleich zu dem was danach kam waren sie jedoch First Class. Am 2. Tag von Pak Beng nach Huay Xai gabs naemlich Wort woertlich nur Holzklasse: kleine Holzbaenke mit senkrechten Lehnen und Sitzflaechen die so schmal waren, dass egal wierum ich mich drehte nur maximal eine Pobacke darauf Platz hatte. Da nuetzte es auch nichts dass ich eine 2er Bank mit Kissen fuer mich alleine hatte, es waren 9 super qualvolle Stunden. Aber auch diese 9 Stunden gingen vorueber und im Nachhinein bin ich froh, dass ich die Fahrt gemacht habe. Wir fuhren zum groessten Teil durch voellig unberuehrte Natur und ich hatte das Gefuhel als waeren wir die einzigen Menschen auf dieser Welt.

In Huay Xai der Grenzstadt angekommen ging alles ganz schnell wir wurden von einem Tuk-Tuk zum laotischen Aurreiseposten gebracht, dort gabs nen Stempel und dann hiess es bye-bye Laos. Ein Speed-Boat brachte uns an andere Ufer nach Chiang Khong in Thailand. Irgendwie war ich ein bisschen traurig Laos zu verlassen. Ich fand das Land und die Leute super schoen. Aber ich freute mich auch auf Thailand. Vorallem darauf meine Freundin Conny in Chiang Mai zu treffen. Dorthin waren es aber nochmal knapp 5 Stunden im Minibus. Nach einer 3taegignen Boot und Busreise kam ich letztendlich in Chiang Mai an. Ich checkte in sehr schoenes kleines Guesthouse ein und beschloss hier werd ich erstmal bleiben. Auch wenn Chiang Mai sehr touristisch und westlich orientiert ist, hat die Stadt eine tolle Energie. Vorallem die kleinen verwinkelte Gassen der “Altstadt”, mit den unzaehligen Cafes, Massage-Salons und Laeden. Was ich in meinen ersten Tagen hier aber am meissten genoss, war das vielfaeltige Thai Essen. Zusammen mit Max beschloss ich einen Thai-Kochkurs zu besuchen. Zuerst gings auf den Markt. Hier erklaerte uns Perm, der Kochlehrer, die verschiedenen Zutaten und lueftete endlich das Geheimniss der Eier die ueberall in Asien verkauft werden. Ich frage mcih nun schon seit Wochen, was es mit den gekochten Eiern aus denen irgendetwas ekelhaftes braunes schaut, aufsich hat. Perm erklaerte uns, dass es fermentierte Eier sind. Sie werden 30 Tage in der Erde verbuddelt und genauso riechen und sehen sie auch aus. Die Thais verwenden sie u.a. in einigen ihrer Gerichte. Mein erster Gedanke war: ich hoffen wir kochen nicht damit. Unter garkeinen Umstaenden koche, geschweigedenn esse ich etwas mit fermentierten Eieren. Aber wir blieben verschont.

Insgesamt gab es 7 Gerichte, 4 davon kochte ich selbst: Huhn in Koksmilch, Panaeng Curry, Drunken Noodels und Huhn mit Cashew Nuessen. Unter Perm's Anleitung ein Kinderspiel.Bin mal gespannt wie das zuhause wird.

Ich hatte auch ganz besonderes Glueck zum Loy Kartong Fest (Lichterfest) in Chinag Mai zu sein. Um das Ende der Regenzeit zu feiern werden ueberall Lichter/kerzen angezuendet und die Meschen lassen Heissluft-Ballons aus Reispaier steigen und setzen kleine Boote aus Palmenblaetter mit Raeucherstaebchen und Kerzen in den Fluss. Ich empfand es als etwas ganz besonderes dieses Fest miterleben zu duerfen. Am Himmel waren Tausende Licher die wie rote Sterne funkelten und der Fluss war uebersaet mit den den kleinen Kunstwerken aus Palmenblaettern und Blumen. Natuerlich liess ich auch einen Ballon steigen und ein schickte ein Boot den Fluss hinunter.

Nach dem Loy kartong Fest machten Max, Conny,Ina und ich einen kleinen Ausflug in die Berge nach Chiang Dao ca. 80 km noerdlich von Chiang Mai. Waehren Conny und Ina mit dem Bus fuhren, entschieden Max und ich uns wieder aufs Moped zu steigen. Zwischendurch bereute ich diese Entscheidung. Es war super viel Verkehr auf er Strasse und mir war total kalt. Ich schlotterte auf meinem Moped so vor mich hin und dachte nur “hoffentlich sind wir bald da”.

Voellig durchgefroren kam ich in Chinag Dao an und konnte die tolle Umgebung zuerst ganicht geniessen. Aber ohne den Fahrtwind wurde es mir dann doch ganz scnell wieder ganz warm und wir machten uns auf den Weg zur Hoehle Tham Chiang Dao. Zusammen mit einem Guide wanderten wir durch die dunklen Gaenge tief in den Berg hinein. Wir mussten uns durch enge Gaenge quetschen und durch kleine Oeffnungen krabbeln. Mit nur einer Petroleumlampe recht abenteuerlich. Als wir wieder aus der Hoehle kamen ging die Sonne schon langsam unter und es wurde von Minute zu Minute kaelter. Zum erstn Mal in ueber 2 Monaten wuenschte ich mir es waere waermer. Mit mit 2 Langarmshirts und meiner Regenjacke (Kaputze auf) sass ich beim Abendessen und waer am liebsten auch so ins Bett. Ich haette nie gedacht, dass ich mich in Thailand nach meiner peruanische Wollmuetze und Pulli sehen wuerde. Ueber die letzten Wochen hab ich des oefteren wegen die Hitze genoergelt und mich nach einer Abkuehlung geseht, aber das war dann doch ein bisschen zuviel. Als ich am naechsten Morgen vor meinen Bungalow trat dachte ich cih waere in Deutschland. Es war feucht, kalt und nebelig. Aber Gott sei Dank nicht lange. Um 9:30 war Nebel verschwunden und der Himmel wieder strahlend blau und wir machten uns auf den Weg zurueck nach Chiang Mai.

Meinen letzten gemeinsamen Tag mit Max, Conny und Ina verbrachten ich fast hinter schwedischen Gardinen und zwar ganz freiwillig. Wir hatten gelesen, dass es im Frauengefaengis von Chiang Mai sehr gute Massagen geben soll. Um den Frauen nach der Entlassung die wiedereingliderung zuvereinfachen werden sie u.a. zu Masseurinnen ausgebildet. Diejenigen die innderhalb der naechsten 6 Monate enlassen werden koennen in einem kleinen Spa das Teil des Gefaengnises ist ein bisschen Geld verdienen. Als wir imKnast ankamen war die Damen leider alle ausgebucht. Aber die Waerterin empfahl uns ein SPA in dem die Maedels nach ihrer Entlassung arbeiten. Und so lisse wir uns alle Vier von Ex-Knackies durchgeknetet. Ein bisschen schmerzhaft aber gut. Die beste Massage die ich bisher auf meinem Trip hatte.

Mittlerweile bin ich nach langer Zeit wieder alleine unterwegs. Conny und Ina sind auf dem Weg zurueck nach Deutschland und nach fast 2 Monaten zsammen, trennte sich auch Max 's und mein Weg. Waehrend er die letzten 3 Wochen seiner Reise am Strand in Suedthailand verbringen wird, werde ich noch eine Weile im Norden bleiben. Es ist komisch nach so langer Zeit wieder alleine zu sein , aber irgendwie auch schoen. Ich geniesse die Zeit mit mir selbst. Lese, schreibe und verwoehne mich jeden tag mit einer Massage.


Unser Boot

Die Business-Class Sitze

Die Holzklasse













Thai kochen mit Chefkoch Perm








Loy Kartong Fest in Chiang Mai












Chiang Dao