Friday, October 31, 2008

Motorcycle Diary – 500 KM Rundreise in Zentral-Laos

Der Abend davor:
Max und ich lernen 2 Hollaender, Peter und Marrit, im Guesthouse kennen. Sie wollen auch “den Loop” (Rundreise) der in unserem Reisefuehrer beschrieben ist machen. Wir beschliessen uns gemeinsam auf den Weg zu machen. 4 sind besser als 2. Unsere letzte Mahzeit vor dem grossen Abenteuer war ein kleines Abenteuer. In der ganzen Stadt gabs Abends nur BBQ und das ist wie vieles hier etwas gewoehnungsbeduerftig. Jegliche Art von Tieren oder Teile davon werden auf Schaschlikspiessen gespiesst und am Strassenrand gegrillt. Ausser uns war nur ein einziger anderer Weisser unterwegs. Wir warne skeptisch, denn schliesslich wollten wir morgen auf dem Moped und nicht dem Pott sitzen. Aber wir hatten Kohldampf und so bestellten wir irgendwas fleischiges. Angeblich Schwein,aber was weiss ich ob das stimmte. Dazu den obligatorischen sticky (klebirgen) Reis und jede Menge “Beer Lao” zum runterspuehlen. Ok ich muss zugeben, das Ganze hat besser geschmeckt als ausgesehen aber nicht so gut, dass ich es nochmal haben muesste.

1. Tag - 25.10.2008

Eigentlich wollten wir um 8:30 los, aber die nette Bedienung vom Guesthouse war am Abend zuvor Party machen und dementsprechend langsam mit dem Fruehstueck (2 super leckere Pfannkucken mit Marmelade). Letztendlich sitzen wir dann um kurz vor halbneun auf unseren chinesischen 110cc Maschinen. Von Thakhek geht es erstmal 100km geradeaus Richtung Norden. Ich tuckere als Letzte hinterher. Meine Maschine Nr. 7 und ich muessen uns schliesslich erstmal aneinander gewoehnen (ich mich mehr an sie, als sie an mich). Ich bin super beschaeftigt mich an die Fussbremse und Fussschaltung zu gewoehnen und dabei nicht vergessen, dass ich nicht alleine unterwegs bin, sondern, dass neben Autos und Lastern auch noch Kinder, Kuehe, Schweine, Huehner, Bueffel, Hunde und Ziegen auf der Strasse unterwegs sind. Erstaunlicherweise sind alle 2 und 4-beiner aber super gut auf Hupen trainiert. Sofern man das rechtzeitig tut, gehen sie zur Seite oder bleiben stehen, damit man im Slalom um sie herumkurven kann. Nach den ersten 100km fuehle ich mich recht sicher auf meiner Nr. 7. Ich kann langsam auch die tolle Landschaft um mich herum geniessen und den Menschen zurueckwinken. Irgendwann nehme ich sogar meine Kamera in die linke hand und beginne waehren der Fahrt Fotos zu knipsen. Es ist sehr amuesamt durch die Doerfer zu fahren. Die Menschen schauen uns zum Teil noch richtig neugierig an und freuen sich einen “Falang” zu sehen, soviel Weisse scheinen sich wohl (noch) nicht in diese Gegend zu verirren. 150Km und ca. 4 Stunden spaeter erreichen wir Ban Nahin, ein kleines Dorf in dem wir Mittagessen wollten. Wir fahren zu 4 Restaurants, 2 davon sind sogar Gaestehaeuser, doch keiner hat Essen, oder nicht genug fuer 4 Personen. Nach laengerem rumsuchen und warten finden wir eine Suppenkueche neben dem Markt. Die Mutti hat zwar auch nciht genug fuer Vier, geht nebenan aber schnell was frisches einkaufen. Jeder von uns bekommt einen Teller Nudelsuppe (ohne Fleich bitte). Mit Genuss verspeissen wir sie und machen uns frisch gestaerkt auf die letze Etappe. Hier ist aber nix mehr mit schoen geteerter Strassse ab jetzt gehts 50 KM ueber Sand und Schotterpisten mit jeder Menge Schlagloecher. Kurz vor Dunkelheit kommen wir am Ziel an. man hatte uns gesagt, dass es hier “Homestays” gibt, essen und schlafen bei einer Familie. Doch wie findet man diesen Homestay? Wir fahren einfach mal ins Dorf, nicht ganz einfach, denn der Weg ist ein bisschen schlammig. Mutig geb ich Gas und fahre durch Wasserleocher und Matschkuhlen, dabei sende ich ein Stossgebet zum Himmel, dass ich nicht kopfueber reinfalle. Nicht dass das einen Unterschieg machen wuerde, denn ich sehe eh mal wieder wie ein kleiner Indianer aus. Ich fahre allen voran durchs Dorf und hoffte dass uns jemand wegen eines Homestays anspricht,doch alle starrten uns nur an. Das was wir um uns herum sehne sieht nicht gerade einladend aus. Die Haeuser sind alles super super aermlich und ich beginne an der Homestay-Idee zu zweifeln. Soll ich wirklich hier schlafen? Irgendwann erscheint dann doch jemand. Ein halb blinder Mann. Er sagt in sehr gebrochenem englisch, dass er uns zum Homestay bringen wuerde. Die andern wollen eigentlich aufgeben und ein paar Kilometer zureuck in eine Guesthouse fahren, aber ich will jetzt wo wir schonmal da sind zumindest sehen, wie so ein Homestay aussieht. Der alte Mann gestekulierte mir, dass es sich bei mit hinten mit aufs Moped setzten will. Auwaia, ausgerechnet bei mir die heute zum ersten Mal faehrt und dann bei diesen Strassenverhaeltnissen. Aber ich hab keine Zeit zu protestieren, er stieg einfach auf und ich fahre los. Irgenwo laed er uns ab und schickte Peter und Marrit in die eine Richtung und Max und mich in die andere. Ein Mann nimmt mich mit in sein Haus um mir zu zeigen wo wir schlafen sollen. Der Weg dorthin fuehrte durch einen Garten, eine art Huehnerstall unterm Haus (steht auf Stelzen) und dann hinauf in die gute Stube. Dort liegen in einem dunkeln grossen Raum unter einem Moskitonetz Thaimatten. Alles sieht wenn auch super einfach, ganz ordentlich aus. Besser als die eine oder andere Bleibe die ich in den letzten Wochen hatte. Ich beschliesse, dass wenn die anderen nicht mitziehen,ich alleine bei der Familie bleibe. Geh Peter und Marrits Unterkunft auschecken. Die beiden haben den Jackpot getroffen. Sie hat man wohl zum Bill Gates von Ban Tham Lo geschickt. In einem super netten Garten steht ein kleines Gaestehaus mit Badezimmer. Es stelle sich heraus, dass es von dieser Sorte noch ein Zweites gibt und so entscheiden wir alle bei “Bill” (ich nenne ihn jetzt einfach mal so, denn seinen richtigen Namen kann ich mir nicht merken)zu bleiben. Ist zwar letztendlich kein wirklich typischer Homestay aber trotz all dem “komfort” sehr einfach. Der Wassertank fuer die Dusche und Toilette wird mit Flusswasser aufgefuellt (Schlauch in Fluss, einmal dran ziehen und den Tank volllaufen lassen).Ich n auch einen habe neben Max noch einen weiteren kleinen Mitbewohner der Gattung Nagetiere. Ob es nun eine grosse Maus oder eine kleine Ratte ist kann ich nicht erkennen, ist mir aber auch relative egal ich will nur noch schlafen. Mein Hintern fuehlt sich wie eine dicke fette Blase an und meine rechte Schulter und rechter Arm sind auch schon seit Stunden taub. Vor dem Schalfengehen bekommen wir noch eine traditionelle Mahlzeit: Klebereis, normalen Reis, Omlett und eine Nudelsuppe aus der Tuete dazu Wasser aus einem grossen Kanister. Nach dem Essen kommt “Bill” noch mit dem Rest seines selbstgebrannten Lao-Lao (Reis Whisky) um die Ecke und ich versuche mit ihm laotisch zu ueben. Mein laotisch ist aber sehr chaotisch. Bill lachte sich halb kaputt und versteht glaube ich kein Wort von dem was ich sage. Der Schnaps und der Sprachunterricht geben mir den den Rest. Ich muss ins Bett.

2. Tag – 26.10.2008

Ich habe tierischen Muskelkater im Hintern und mein rechter Arm fuehlt sich immer noch so an, also gehoere er nicht zu mir. Zum Fruehstueck gibts eine Schuessel Reis und Wasser. Was wuer dich fuer einen Latte Macciato geben der mich in die Gaenge bringt... aber es muss auch ohne gehen. Zum Abschied bekommen wir jeder von “Bill” ein kleines gluecks-Stoffbaendchen um den Arm gelegt. Waehrend er es umbindet spricht er einen Seegen, und bittet die 32 Geister die sich in jedem Koerper befinden und ab und an auf Wanderschaft gehen, in den Koerper zurueckzukommen, damit, wenn wir weiterreisen, alle unsere Geister vereint sind, denn nur so ist Gesundheit gewaehrt (das ist die abgespeckte Erklaerung der Baci Cermony). Mit samt unserer Geisten schwingen wir wieder auf die Mopeds und duersen zur Tham Lo Hoehle. Tham Lo ist eine ganz besondere Hoehle, der Fluss bohrte sich regelrecht einen Weg durch einen Berg. Wir mieten ein kleines Langboot und lassen und durch den 7 Kilometer langen natuerlichen Tunnel fahren. Mitten im Berg ist die Hoehle bis zu 100 Meter breit und an einer Stelle gibt es wunderschoene Stalktiten und Stalakmiten Formationen. Nach einer knappen Stunden in absoluter Dunkelheit (ausser natuerlich das Licht unserer taschenlampen) kommen wir an der anderen Seite raus. Wir machen eine kurze Pause und beobachten ein paar Einheimische wie sie ein kleines Wasserbueffelkalb grillen. Mit Haut und Haaren wirde es aufs Feuer geschmissen. Ausnehmen, haeuten, zerlegen kennt gibts hier nicht.

Dann gehts wieder zurueck in die Dunkelheit des Berges zurueck zu unseren Mopeds. Der Trip durch den Berg ist sehr speziell. Ich habe das Gefuehl in eine mir bisher verborgene Unterwelt einzutauchen. Der Tunnel hat zum Einen etwas magisches zum anderen aber uch aetwas bedrohliches.

Nach diesem Erlebnis gondelen wir die 50Km zurueck nach Ban Nahin. Dort kehren wir wieder bei Mutti in der Suppenkueche ein und essen ein Nudelsueppchen.

Jetzt koennte ich einen kleinen Mittagschaf gebrauchen aber wir mussen mindestens noch 50km weiter nach Lak Sao.Die Fahrt dorthin ist wie in einer Maerchenwelt. Steile Limestone felsen und Berge ragen um uns herum in die Hoehe, dazischen gruene Felder und tropische Pflanzen. Doerfer mit lachenden Menschen, die ueblichen Farmtiere auf der Strasse und dazu die warme Nachmittagssonne die allem einen goldenen Scheier verpasst. Ich fuehlemich wie Alice im Wunderland.

Kurz vor unserem Ziel der erste Platten. gluecklicherweise genau vor einer Werkstatt. Der Schlauch ist in weniger als 10 Minuten ausgetauscht und kostet weniger als 2 Euro.

Wir fahren die letzten Kilometer bis Lak Sao und suchen uns einen Bleibe. Ein schickes Hotel mit warmen Wasser, Klimaanlage, weichen Betten, Zahnbuersten und Badelatschen. Dank max's Verhandlungskuensten bekommen wir diesen Luxus fuer umgerechnet $ 7.50 das Zimmer!!!

Zuerst schrubben wir uns alle den Dreck von der Haut dann machen wir uns auf die Suche nach etwas zum Essen. Die Ansage ist “Alles nur keine Nudelsuppe”. Leider hat Lak Sao kulinarisch nicht viel zu bieten und wie enden schliesslich im hotel Restaurant ab. Hier findet irgendeine Party statt. Lauter Einheimische sitzen an Tischen, essen zum Teil undefinierbare Dinge und starren in einen Fernseher der in voller Lautstaerke droehnte. Das Ganze unterlegt von einem Gesinge zu dem selbst Dieter Bohlen kein Spruch mehr einfallen wuerde (katzenjammer hoert sich im Vergleich wie die Wienersaengerknaben an) Die Speissekarte zeigt uns auch eindeutig, hier kommen eigentlich keine Touristen hin. Es gibt Dinge wie Huehner Eingeweide, Schweineeingeweide oder Rindereingeweide. Ich beschliesse wieder Nudelsuppe ist doch nicht so schlecht. Die anderen wagen sich an frittiertes Huhn und genau das ist es. Ein ganzes Huhn mit einer Gefluegelschere in Ministueck zerteilt und einmal in die Fritoese geschmissen. Dazu Reis und Gemuese und ein graue Paste deren Geruch man mit Worten nicht beschreiben kann. Alter verwester Fisch kommt an naechsten.

Aber irgendwie werden wir satt.und fallen ganz nach dem Mott Schwein satt, Schwein muede in die federn


3. Tag – 27.10. 2008

Habe schon mal besser geschlafen.Fruehstueck faellt aus, denn im hotel gibts auch zum Fruehstueck nur die komischen Gerichte vom Vorabend. Wir stoppen auf dem Markt kaufen Aepfel und eine annanas. Dann machen wir uns auf den Weg. Vor uns liegen 60 Km auf einer unbefestigten Strasse. Mein 3.tag auf einem Moped und dann gleich Gelaendefahren. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten manoevriere ich dann aber ganz suveraen um oder durch die Schlamm- und schlagloecher. Dabei schaffe ich es irgnedwie meine Fussbremse total zu verbiegen. Keine Ahnung wie das passiert ist, aber sie haengt total schief unter dem Fusspedal. Ich halt in bei einer kleinen Werkstatt am Wegrand an und der nette Mechaniker gestekulierte mir, dass er dass nicht reparieren kann. Aber immerhin biegt er dei Bremse zumindest wieder so hin, dass sie notduerftig funktionierte. 4 Stunden spaeter haben wir das Schlimmste geschafft und tierischen Kohldampf. Aber weit und breit nichts in Sicht. Nach weiteren 30 KM finden wir, ja wie sollte es anders sein, eine Suppenkueche. Und so gibts es also wieder Nudelsuppe. Das einzig Gute an den ganzen Nudelsupeen ist, dass sie alle anders schmecken. Ich sag nur “Same, Same but different” --. Immer das Gleiche aber doch anders (der Lieblingsspruch der Aianten).

Eigentlich wollen wir demnaechste im naechsten Guesthouse die Nacht verbringen, denn auf den letzten 50km gibt es noch jede Menge Hoehlen und Lagoonen. Aber wir suchen vergeblich. Die auf unsere Karte eingezeichneten Guesthouses scheint es nicht zu geben. Egal wo wir fragten, keiner kennt irgendwas oder man versteht uns nicht. Letztendlich entschieden wir bis nach Thankhek zurueckzufahren und die 50 Km morgen einfach wieder zuruekfahren. Die Aussicht auf ein schoenes Zimmer dort und ein Abendessen das nicht aus Nudelsuppe und Reis besteht sind die extra kilometer wert.

Wir geben Gas und kommen schliesslich und endlich um 18:30 Uhr wieder an unserm Ausgangpunkt an

4. Tag – 28.10.2008

obwohl ich totmuede war konnte ich wieder nicht gut schlafenund irgendwie drueckte mein Magen und so beschliesse ich nicht mit den anderen Dreien auf tour zu gehen sondern mir einen schoenen ruhigen Tag in Thakhek zu goennen. Man kann schliesslich nicht alles machen und sehen. Natuelich hab ich was verpasst, aber nichts was es in Zukunft nicht auch noch geben wird.


Wie immer Fotos werden nachgeliefert...



Tuesday, October 28, 2008

Fotos, Fotos, Fotos...

Cambodia
Ankunft







Wo sollen wir uebernachten??
Erstmal ein Bier dannach faellt die Entscheidung leichter








Tempel Ankor Wat










































Tankstelle in Cambodia











Gefaengnis und Killing Fields in Phnom Penh
















KRATIE - letzter Stop in Cambodia












Frittierte Vogelspinnen...










LAOS
Insel Don Khon -- hier ist die Welt noch in Ordnung








Glueckliche Huehner




Kleine zwischenmahlzeit von Oma -- gegrillte Bananen

















Bungalow auf don Khon










die Katzen waren nicht zu verkaufen

























Wir warten auf den Bus...

Die mussten alle aufs Dach des Buses




Motorrad im Gang