Irgendwie fehlte mir in letzter Zeit die Muse und Zeit zum Schrieben. Aber bevor ich garnicht mehr hinterherkomme, versuche ich Euch mal auf den letzten Stand der Dinge zu bringen. Die letzten Wochen waren naemlich recht abenteuerlich, hab das Gefuehl das richtige Backpackerleben beginnt erst jetzt.
Am Strand in Bahia Inglesa war alles noch sehr relaxt. Ich liess es mir so richtig gut gehen. Das Domo Hotel war ziemlich cool. Eine Zelt in Golfballfrom oder besser Camping in Style. 4 Tage hab ich hier einfach garnichts gemacht. Bin nur am Strand gelegen und hab mir die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. Das Wasser sah sehr einladend aus hatte aber fuer mien Geschmack arktische Temperaturen. Also mit Baden war nichts. Jeden Abend gabs einen herrlichen Sonnenuntergang und danach konnte man ausser Schlafengehen auch nicht viel machen. Bahia Inglesa war wie ausgestorben. Nach 4 Tagen Erholung hab ich mich dann Richtung San Pedro de Atacama aufgemacht. Wieder 10 Stunden im Nachbus. Wenn ich Kilometergeld bekommen wuerde koennt ich noch ein Jahr reisen.
Als ich in San Pedro de Atacama aus dem Bus stieg dachte ich ich bin im Wilden Westen angekommen. Wartete nur datauf, dass Winnetou und Old Shatterhand um die Ecke kommen. Aber anstellen von den beiden traf ich meinen Travelpartner Max hier wieder. Yippy, mit ihm macht das Reisen echt Spass. Aber was wir die naechte Tage erleben sollten, war alles andere als spassig. Dass wir noch am Leben sind grenz fast an ein Wunder. Um San Pedro herum gibt es einiges zu tun und ich dachte mir, dass es doch eine prima Idee waere, wenn wir uns ein Mietauto nehmen wuerde. Damit sind wir viel flexibler und koennen alles in Ruhe ankucken ohne 20 ander Touris um uns zu haben und einen Tourguide der staendig "Vamos, let's go" ruft. Max fand die Idee gut und so machten wir uns auf zur einzigen Mietstation in San Pedro. Dort gibt es nur Pick-Up Trucks mit und ohne Allrad. Die Frau hinter dem Counter versicherte uns dass wir die ersten beiden Tage ohne Allrad auskommen und nur fuer den 3. Tag einen benoetigen. Gesagt getan. War ein komisches Gefuehl nach ueber 3 Monaten wieder hinterm Steuer zu sitzen. Aber wir hatten ein super 1. Tag wir schauten uns den Salar de Atacama (Salzsee) an und zum Sonnenuntergang und Sterne-kucken gings in Valle de La Luna. Der Wahnsinn. Millionen von Sternen und alle zum Greifen nah. Nach einem Absacker in der Bar ging ich frueh ins Bett, denn am naechsten Morgen wollten wir um 4 Uhr los um den Sonnenaufgang auf dem El Tatio Geysier Feld anzukucken. Puenktlich um 4 Uhr sind wir auch losgekommen, aber wir waeren fast nciht mehr zurrueckgekommen. Man hatte uns empfohlen einem der Tourbusse zu folgen, da der Weg in der Praerie sehr schwer zu finden ist. Max war noch total blau (ist in der Bar versackt) und so bin ich gefahren und zwar dem ersten Minibus hinterher. Der wollte nicht dass wir ihm folgen und versuchte uns abzuhaengen. Ich trat, in einem Moment des totalen Wahnsinns, aufs Gaz um hinterherzukommen. Abllerdings nicht lange. In einer Kurve kam das Auto ins Schleudern. Ich verlor die Kontrolle trat unueberlegt auf die Bremse und Sekuden spaeter gings ab in den Graben. Dort steckten wir im 45 Grand Winkel fest. Ich war total geschockt. Konnte nicht glauben was ich getan hatte. Ich haette uns fast umgebracht. Hatte mindestens 100 Schutzengel in diesem Moment, denn weder uns noch dem Wagen ist etwas passiert. 20 Meter weiter und es waere nciht so glimpflich ausgegangen. Da sassen wir also morgens um 4:30 Uhr im Graben und die ganzen Touribusse fuhren an uns vorbei. Einer rief die Polizei fuer uns. Die kam allerdings erst eine Stunde spaeter, war wohl noch zu frueh fuer die Jungs. Ich hatte total Schiss was passieren wuerde. Aber die netten chilenischen Polizisten meinte ich waer nicht die Erste und sie wuerden den Mann mit dem grossen Jeep schicken um uns rauszuziehen, das koennte allerdings noch ne Weile dauer. Sie wollten weder meinen Namen noch meinen Fuehrerschein sehen. Unglaublich!!!
Und waehrend wir auf dem "Mann mit dem grossen Jeep" warteten ging langsam die Sonne auf.... Ok wir sahen den Sonnenaufgang nicht auf El Tatio, aber das tut schliesslich jeder Touri aber nicht jeder kann sagen, dass er den Sonnenaufgang vom Strassengraben aus gesehen hat....Irgenwann kam dann der Mann mit dem Jeep uns zog uns fuer umgerechnet $55 raus. Danach war der Tag fuer mich gelaufen. Ich wollte nur noch schlafen und am besten nicht mehr vor die Tuer.
Am naechsten Morgen sollten wir unseren Allradwagen bekommen, als Max nicht bei der Mietstation erschien, bin ich zu ihm ins Hostel. Er hatte verpennt (wieder zuviele PicoCola die Nacht davor). Als ich ihn aus dem Bett holte stellte er fest, dass er in Nacht bestohlen wurde. Jemand hat sein ganzes chilenisches Geld, ca. $150 (fuer hier viel Kohle) geklaut. Also gings wieder zur Polizei. Nicht dass das was gebracht haette, aber Max wollte es melden. Die Stimmung war wieder nicht gerade spitzenmaessig aber wir beschlossen trotzdem unsere geplante Tour zu machen. Diesmal fuhr Max. Wir schleppten und langsam ueber Sandpisten auf 4500m hoch. Als wir einen Fotostop einlegten stellten wir fest, dass aus einem der Reifen ein komisches Geraeusch kam. Ich wollten es nicht wahr haben aber wir hatten in der Tat einen Platten. Und so mussten wir in der Hoehenluft, in der einem jede Bewegung schwerfaellt, einen Reifen wechseln. Wir fragten uns warum in alles in der Welt wir diese Scheiss-Idee hatten ein Auto zu mieten und dass es wirklich Zeit wurde aus San Pedro zu verschwinden. So schoen die Landschaft ist, der Ort selbst hat einen komischen Vibe. Es laufen ausser Touris nur komische Gestalten rum die entweder zu lange in der Sonne waren oder zuviel Drogen konsumieren. Nichts wie weg hier!!! Unser naechster Stop Bolivien. 3 Tage Jeep Tour durchs Niemandsland.
Sorry ich wollte Euch Fotos schicken aber der Computer laed sie nicht hoch...Demnaechst, versprochen. Dann auch alles ueber die Jeep Tour...Bin mittlerweile in La Paz angekommen...