Thursday, February 28, 2008

Mehr Fotos...

Tango auf der Strasse in La Boca


Buenos Aires


Riesensteak


Party-Time in Buenos Aires mit Zoey, Tash & Max



Exotische Frucht


3-Laender Eck


A bad-hair day in Iguazu



La Boca Stadtteil Buenos Aires

Das Ende der Welt...

Nach einer letzten durchgemachten Nacht in Buenos Aires bin ich jetzt am Ende der Welt angekommen. Ok nicht ganz, denn es gibt in Chile noch ein kleines Dorf (Puerto Williams) das ca. 50 km weiter suedlich liegt. Aber Ushuaia ist die letzte Stadt auf dieser Welt. Die Landschaft hier ist unglaublich schoen. Rings herum Bege mit weissen Schneespitzen, alles laeuchtet in unterschiedlichen gruentoenen und vor mir liegt der Beagal Kanal. Das Wetter hier ist erstaunlich gut. Ich hatte mich schon auf das schlimmste gefasst gemacht aber es ist recht mild. Allerdings aendert sich das von Minute zu Minute. Sonne, Regen, Wind, Wind Regen, Sonne. Man zieht sich staendig an und aus.

Ich hab mittlerweile einen Reisekompanion. An meinem letzten Abend in Buenos Aires habe ich Max aus Beglien kennengelernt. Er wollte auch nach Ushuaia und wir haben im Internet Nachts um 3 Uhr Preise gecheckt. Das einzige billige ticket war fuer meinen Flug 3 Stunden spaeter. Max hat kurzerhand gebcuht und 2 Stunden spaeter sassen wir im Flieger. Kaum abgekommen sind wir in unserm Delirium gleich zum Hafen und haben uns ueberredenlassen eine Segeltour auf dem Beagel Kanal fuer den Nachmittag zu buchen (ich glaube uns haette man alles verkaufen koennen, wir waren jenseits von Gut und Boese). Aber ich will auf dieser Reise ja was erleben. Fuer mich war es das erste Mal auf einem Segelschiff. Es war herrlich. Koennte ich jeden TAg machen. Wir hatten Glueck, denn wir waren nur zu 5. auf dem Schiff. Wir sind zu einer kleinen vorgelagerten Insel gesegelt. Unterwegs haben wir Seeloewen und Pinguin aehnliche Voegel gesehen. Auf der Insel hat uns ein Guide herrumgefuehrt und uns verschiedene Blumen,Pflanzen und Tiere erklaert.
Hatte gesterm dann noch ein "1. Mal" Erlebnis: Schlafen im Mehrbettzimmer in einer Jugendherrbege. Ich hatte ja keine Ahnung was auf mich zukommt. Die Jugendherrberge selbst ist total suess. Ein kleines sehr nettes gemuetliches Haus. Mir und Max wurden ein Stockbett in einem ziemlich keinen 5-Bett Zimmer zugewiesen (2 Stockbetten + Einzelbett). Ich schlafe oben und das zu Bett gehen ist fast wie segeln. Das Bett wankt wie ein Schiff im Sturm. Ich dachte es bricht unter meinem Gewicht jeden Moment zusammen. Aber als ich mich eingenistet hatte, meine Ohrenstoepsel an Ort und Stelle, habe ich wie ein Stein geschlafen. KeinWunder. Max und ich hatten naemlich voellig den Verstand verloren und sind nach der durchgemachten Nacht, dem 4 Stunden Flug und dem Segeltrip noch bis 2:30 morgens in eine Kneipe gewesen. Ich war naemlich auf einer kleinen Mission. Ich wollte einen netten Kapitaen finden, der uns am naechsten Tag mit seinem Schliff nochmal ueber den Beagel Kanal schippert am besten umsonst. Ich weiss nicht was ichmir dabei gedacht habe. Kapitaene gabs in der Kneipe zwar genug aber ich war viel zu erschoepft als das ich meinen Charm haette einsetzten koennen.
Zwischendurch kam ich mir vor wie ein 2 jaehriges Kleinkind, dass vor lauter Muedigkeit die Augen eigentlich nicht mehr aufhalten kann aber bis zum bitteren Ende kaempft, denn es koennte ja was verpassen.
Verpasst hab ich in der Bar jedenfalls nichts und einen Kapitaen hab ich auch nicht gefunden...

Heute hab ich mich dann von Max ueberreden lassen auf einen Glaetscher zu wandern. Naja wandern ist ubertrieben. Mit dem Minibus gings zum Sessellift und dann nach oben. Die letzten 1.5 Kilometer musste man laufen. Das hab ich gerade so geschafft. Aber, warum muss man eigentlich zu allen schoenen Plaetzen dieser Welt zu Fuss laufen? Max meinte, dass es doch toll waere sich anzustrengen um dorthin zu kommen. Dem konnte ich mal so garnicht zustimmen. Ich koennte gut und gern auf das Schwitzen und Keuchen verzichten. Was soll daran denn schoen sein?? Jedenfalls bin ich tapfer ueber Stock und Stein gestolpert und sogar durch einen Fluss gewadet. Wir haben naemlich die Bruecke ueber den Fluss verpasst. Ups, nach mehreren Versuchen moeglichst mit trockenen Schuhen drueber zu kommen (ich hab ja keine Wanderstiefel, sondern nur Turnschuhe)hab ich kurzerhand Schuhe und Socken ausgezogen, Hosen hochgekraempelt und bin durch das eisigkalte Glaetscherwasser zum anderen Ufer. Dachte mir bleibt das Herz stehen so kalt war das. Endlich oben hat sich natuerlich wieder alles gelohnt und vergessen. Die Aussicht ueber den Beagel Kanal war toll. Der Glaetscher selbst hat mich nicht so beeindruckt. Oben haben wir 2 junge Argentinier kennengelernt. Die haben Mate, das argentinische Nationalgetraenk, mit uns geteilt. Ist eine Art Tee, den absoluter jeder in diesem Land ueberall mit sich hinschleppt. Er ist allerdings nicht fertig in einer Thermoskanne, sondern wird immer frisch angebrueht.
Man schleppt immer einee Thermoskanne mit heissem Wasser, einer Tuete Matekraut, Zucker und ein spezielles Gefaess mit Tee-Roehrchen herrum. Mate ist ein richtiges Gesellschaftsgetraenk. Wenn immer man jemanden trifft (egal ob Bekannter oder Fremder), teilt man Mate. Der Becher wird durch die Runde gereicht und jeder trinkt aus dem gleichen Strohhalm (man darf nicht darueber nachdenken wer daran schon alles genuckelt hat). schmecken tut Mate nicht besonders gut aber auch nicht schlecht. Wie ein bitterer Tee.
Zurueck zu meinem Ausflug auf den Glaetscher. Max und ich haben es doch dann tatsaechlich gechafft den letzten Sessellift zu verpasen. Gott sei Dank war der "Mann vom Lift" noch da. Ich hab ihn mit grossen Augen angekuckt und angefleht, dass er uns doch bitte noch fahren lassen soll. Und -- mein Charm schien wieder zum Leben erwacht zu sein. Wir mussten nicht ins Tal laufen aber auch nicht Sesselliftfahren. Es war viel besser. Der nette Herr nahm uns hinten auf seinem Quad mit. cool. Meine Mission war zwar einen Kapitaen mit Boot zu finden, aber ich denke der "Lift-Betreiber" mit dem Quad war auch OK. Max war happy.

Er hat am Abend sogar in der Jugendherrberge fuer uns gekocht. Fettuccini mit frischen Tomaten, Zwiebeln, Basilikum und dazu eine Flasche Rotwein. War verzueglich. Kochen in der Jugendherrberge ist uebrigens ganz lustig. Es gibt einen Herd, mehrere Toepfe und Pfannen und jder kocht so vor sich hin. Manchmal muss man anstehen bis ein Platz oder Topf frei wird und man darf nicht zu empfindlich sein, es sieht zum teil ein bisschen wuest aus und die Topefe usw. haben schon ein paar Jaehrchen auf em Buckel.

Ich hatte noch ein 1. Mal Erlebnis: Wasserpfeife rauchen. Hatte ja keine Ahnugn wie lecker das ist. Wenn das Ding nicht so unhandlich waere wueder ich glatt von Zigaretten darauf umsteigen.

So gerade, nach dem 2. Glas Rotwein, hab ich eingewilligt, dass ich morgen wieder mit Max wandern gehe. Zu einer Lagoone, wieder hoch in den Bergen...

Ok Amigos, muss jetzt in mein wankendes Bettchen...Buenas Notches

Monday, February 25, 2008

Fotos aus Argentinien

Meine argentinischen Freunde, Silvia, Walter und der Tangosaenger




Die unglaublichen Iguazu Wasserfaelle





Buenos Aires



Es kommen noch mehr muss jetzt aber ausgehen... :-)

Viva Argentina

Mein 2. Tag in Iguazu lief anders als erwartet. Irgendwie zog es mich in den Jungel und ausserdem hatten ich von Puerto Iguazu ja auch noch nichts wirklich gesehen. Also bin ich erstmal mal zu Fuss auf Erkundungstour durch den ort. Auf dem Strassenplan sah das alles sehr uebersichtlich aus, ich hatte mich aber total verschaetzt. Das passiert mir staendig, vielleicht sollte ich mir in Zukunft aml den Massstab ankucken.,..Bin jedenfalls einmal quer durch den Ort gewatschelt und dann zum 3-Laender Eck (Paraguay, Brasilien & Argentinienm. Ich weiss nicht was genau ich dort erwartet habe aber ganz ehrlich mehr. War ziemlich langweilig. Der Lange Weg hat sich nicht gelohnt. Aber ich kann sagen ich war da. Auf dem Rueckweg bin ich dann in einen riessen Wolkenbruch gekommen. Es hat geschuettet wie aus Kuebel. Ich war dann gleich geduscht und meine Klamotten gewaschen.
Am Nachmittag gings dann mit Pferden ab in den Jungel. Ziemlich cool. Die ganzen geraeusche und das unglaublich gruen und die vielen Monster-Spinnen. Die fand ich weniger cool. War die ganze Zeit damit beschaeftigt den Kopf einzuziehn, damit ich kein so ein Ding mitnehme. Dann fieng mein Guide auch noch nonstop an zu erzaehlen was es sonst hier noch an gefaehrlichen, giftigen, ekligen Spinnen, Schlangen und Raubtiere gibt. Wenn der nicht von den Tieren sprach war er damit beschaeftigt mich anzumachen. Das passiert hier als Frau alleine echt haeufig und ist manchmal ein bisschen laestig. Die Latinos kennen nichts. Sie sind so Eitel und glauben glatt, jede Frau schmilzt bei ihrem Anblick nur so dahin. Aber ich weiss ja was ich will. Ok nicht wirklich was ich will aber immerhin was ich nicht will, z.B. den kleinen, argentinischen Cowboy.

Auf dem Ritt haben wir auch noch in einem Aborigini Dorf halt gemacht. Ganz schoen bitter wie die im Vergleich zu den "anderen" leben: auf Reservaten wie bei und die Indianer. In Lehmhuetten und ohne richtiges Wasser. Strom gibt es natuerlich, denn selbt im Jungel braucht man TV. Die Maedchen hier werden mit 10 oder 12 verheiratet und haben Babys sobald sie "koennen". Inzucht ist auch noch sehr verbreitet hier.

Ich hab in dem Dorf auchnoch ein kleines Gaumenerlebnis. Ich sollte ein exotische Frucht probieren - Araticu. War erst ein bisschen skeptisch aber ich habe mir ja vorgnommen alles was einigermassen geniessbar aussieht zu probieren und Araticu schmeckt sehr lecker. Allerdings nichts Schnelles fuer zwischen durch. Man braucht Zeit um sie zu essen: Die Frucht ist voll von schwarzen um die eine duenne Schicht Fleich liegt. Man muss also jeden Kern einzeln abknabbern und lutschen.

In Iguazu hatte ich dann auch mein erstes "spanisch" Erfolgserlebnis. Beim Abendessen hab ich einen alten Mann kennengelernt (es war kein Platz im Lokal und ich hab ihn gefragt ob ich mich zu ihm setzten kann)Anyway, Francisco ist aus Mexico, ist Witwer, hat 3 Toechter, 5 Enkel und reist gerade alleine durch Suedamerika. Fast die selben Stationen wie ich nur natuerlich Luxusklasse mit Budget. Wir haben und den ganzen Abend blendend in spanisch unterhalten und zum ersten Mal seit ich Guatemala verlassen habe, habe ich einen Spanien verstanden und noch besser, ich hab auch fast nur spanisch geredet. (Francisco sprach ein kleines bisschen Englisch). Gramatikalisch war es wahrscheinlich ein Katastrophe aber wen interessierts. Francisco hat mich verstanden undmir sogar ein Kompliment gemacht, wie gut mein Spanisch doch sein. -- was haetter er auch sonst sagen sollen? Dein Spanisch ist total beschissen? -- Wie auch immer, selbst wenn er gelogen hat, ich habmich wie ein kleines Kind gefreut. Vielleicht ist in den 6 WOchen doch was haengen geblieben. Ach Francisco hat mich auch noch eingeladen. Das ist uebrigens ein Vorteil des alleine als Frau unterwegs zu sein. Man wird ab und zu eingeladen (nicht einfach fuer mich das zu akzeptieren, aber meine Reisekasse dankt es mir...) und hat es in manchen Situationen leichter. Z.B. beim Busfahren. In Argentinien muss man Kleingeld fuer das Ticket haben. Der Fahrer wechselt nicht. Einmal hatte ich nichts und es war auch kein Mensch in der Naehe den ich nach Wechselgeld haette fragen koennen. Also stieg ich mit meinem Schein ein, fragte den Busfahrer ganz unschuldig, ob er mir wechseln koennte. er kuckte mich an, nickte mit dem Kopf und liess mich umsonst mitfahren.

Ansonsten bin ich hier zum absoluten Nachtmensch geworden. Die Argentinier schlafen irgendwie nie.. Bars und Restaurants sind die ganze Nachte geoeffnet. Es ist normal erst zwischen 22 und 24 Uhr zu Abend zu essen und danach haengt man noch in einer Kneipe rum und Ruckzuck ist es 3, 4,5 Uhr morgens. Die letzten beiden Naechte bin ich um 5:30 nach Hause gekommen. Trozt des schlamangels fuehle ich mich nicht muede oder kaputt. Muss irgendwie in der argentinischen Luft liegen.
Einen Abend hatten ich ja mein "Date" mit dem Sohn (Alvaro) von Silvia und Walter. Ok war kein wirkliches Date, aber hat mich abgeholt, ein bisschen rumgefuehrt und dann zum Essen eingeladen. Danach haben wir Silvia und Walter getroffen und sind wieder in die Tango Bar an der Ecke. Diesmal war mir das ein bisschen zuviel. Der Tanz ist toll anzukucken aber das Gesinge ging mir tierisch auf die Nerven. Irgendwie totale Depriemusik. Wundere mich wie hoch die Selbstmord rate in Argentinien ist. Nach einer Stunde von dem Gesinge will man sich nur noch die Pulsadern aufschneiden. Bevor es aber soweit kam sind wir dann aber doch noch in eine ander Kneipe bis es fast wieder hell wurde.

Ich lebe hier "la vida loca" und liebe es. Buenos Aires gefaellt mir immer besser...

Thursday, February 21, 2008

Buenos Aires die Zweite

...also die halbe Kuhr ist keine Uebertreibung. Soviel Fleisch hab ich schon lange nicht mehr gegessen. Aber es war himmlisch. Es hat sich bestaetigt. Das Argentinische Fleisch ist das BESTE!!! Ab sofort gibt es jeden Abend Steak. koste es was es wolle. Am Dienstg bin ich dann den ganzen Tag durch die Stadt gewandert. War von morgens 10 bis mittag 5 uhr nonstop on the go. Wenn ich so weiter mache bin ich bis Peru doch fit genug den Inka Trail zu laufen. Nach meinem kleinen Marathon konnt ich mich Abends nicht so recht entscheiden wohin zum Essen. Ich hatte einen Baerenhunger war aber nicht in der Lage eine Entscheidung zu treffen (das passiert halt wenn ich hungrig bin). Ich wollte auch nicht gleich ins erst beste Restaurant vor der Tuer also bin ich wieder durch die Gegen gezuckelt und es wurde immer spaeter. Gegen 10 Uhr bin ich letztendlich doch in das Restaurant neben dem hotel. Man konnte nett draussensitzen und die Steaks sahen lecker aus. Ich setzte mich also an einen Tisch und der Ober brachte die Karte. Auwaia -- es gab ungelogen mind. 15 verschiedene Steaks im Angebot und ich hatte keinen Plan was was ist. Der Ober kam mir zur Hilfe. Mein einziges Problem: ich verstand kein Wort. Aber das beruhte auf Gegenseitigkeit er verstand mich auch nicht. Dachte zum x. Mal: Warum war ich so faul in Guatemala und habe nicht mehr gelernt. Anyway irgendwann hab ich pequeño verstanden und bin davon ausgegangen dass das ein kleines Steak ist. Ein kleines Argentinisches Steak ist aber immer noch riessig. Waehrend meiner Bestellung setzte sich ein einheimisches Ehepaar neben mich. Wir kamen irgendwann ins Gespraech (Gespraech ist uebertrieben, aber die Frau sprach ein bisschen Englisch und so kamen wir irgenwie klar. Es stellt sich heraus, dass Silvia und Walter 4-5 Mal die Woche in das Restaurant kommen und sowohl dort als auch die ganze Nachbarschft jeden kennen. Wir 3 mochten uns auf Anhieb und als Walter erfuhr, dass ich alleine unterwegs und Single bin kam er auf die Idee, dass ich unbedingt Silvias Sohn, Alvaro, kennenlernen und am besten gleich heiraten muss (er und Silvia nannten sich den Rest des Abends meine Schwiegereltern). Walter schwaermte mir also vor wie toll und nett Alvaro waere und irgendwann griff er zum Telefon und rief ihn an. Ich wusste nicht wie mir geschah aber ploetzlich hatte ich Alvaro am Ohr. Er spricht Gott sei Dank Englisch aber das machte die Situation nicht besser. Wir wussten nicht so recht was wir sagen sollen, aber er war sehr nett und bot mir an, dass ich am Samstag mit ihm und einpaar Feunden ausgehen kann. Samstag, weil am naechten Tag (Mittwoch) erstmal zu den Iguazu Wasserfaellen aufbreche. dazu gleich mehr, zuerst mal mehr ueber meine argentinischen "Verehrer"/"zukuenftigen Ehemaennern". Ich hab an dem Abend naemlcih gleich noch einen gefunden. Nach meinem Gespraech mit Alvaro kam ein aelterer Herr an den Tisch, den Silvia und Walter auch kennen. Wilhelm, er ist wohl ein beruehmter Tango-Saenger. Wilhelm war sofort Feuer und Flamme und beschloss, dass ich seine 5. Ehefrau werden muss. War alles sehr lustig. Er erzaehlte mir die ganze Zeit halb spanishc, halb englisch, dass er mich liebt, dass wir fuereinander geschaffen sind und ich doch bitte mit ihm durchbrennen soll. Als das nicht klappte, nahmen er, Silvia und Wlater mich mit in einen total urigen Tangokneipe. Ich hatte das gefuehl dor t ist die Zeit ztehengeblieben. Dei Kelnner und Bandmitglieder warne bstimmt genau so alte wie der Laden selbt. Dort sang Wilhelm dann sogar fuer mich und ueberredete mich kurz mit ihm zu tanzen. Kurz, weil er recht schnell einsah, dass ich recht hatte, aber ich ihm sagte, dass ich die absolut misserabelste Taenzerin dieser Welt sein und, dass falls er morgen noch zwei gesunde Fuesse haben moechte, er das lieber lassen soll. Mein 2. Abend in Buenos Aires und 2. Abend alleine unterwegs war fantastisch. Fotsetzung folgt. Jetzt erstmal zu meinem Trip nach Puerto Iguazu. Ich hatte mir Dienstag hin und herueberlegt wie ich hinkomme. Mit Flugzeug oder Bus. Letztendlich hab ich hin einen Bus gebucht und zurueck einen Flug. 18 Std. im Bus ob ich das bereue soll sich zeigen. Bevor ich aber in den Bus stieg hatte ich noch eine kleine Mission. Ich musste Gepaeck loswerden. Ich kann unmoeglich die naechten Monate soviel mit mir rumschleppen. Hab also radikal ausgemistet und auf dem Weg zum Bubahnhof einen Abstecher zur Post gemacht. 1 Stunde spaeter, 3 Kilo leichter und $50 aermer stieg ich in meinen Bus. Den Espreso Singer. Das erste was ich im Bus hoerte war ein Lied: "Suicide Girl" Fragte mich, ob das ein Wink mit dem Zaumpfahl ist. Begab ich mich hier vielleicht wirklich auf eine Suicidde Mission? Schliesslich hab ich gerade eine 24 Stunden Reise hinter mir. Aber es war auszuhlaten. Der Bus hatte pro Reihe nur 3 Sitze. Waren wie in der Business-Class im Flieger: breit und man konnte sie fast flach ausklappen. Es gab weiche Kissen und eine Decke und einen Steward der ab und zu was servierte hat. Nicht besonders lecker aber das ist es im Flieger auch nicht und es war besser als nichts. Ausserdem hatte ich kleine Wahl, wir durften die ganze Fahrt naemlcih nur 2x ganz kurz austeigen und ich haette mich nicht getraut mehr aus 3 Schritte vom Bus wegzugehen. Die fahren naemlcih einffach los, ohne zu kucken ob alle das sind und es sagt auch keiner in 5 oder 10 Minuten gehts weiter. Jedenfalls bin ich heute morgen (Donnerstag) um 8 Uhr in Iguazu angekommen. Mein Hostel Zimmer war noch nciht fetig also hab ich nur kurz was untergestellt und bin gleich zu den Wasserfaellen. Ich kann mit Worten nicht beschreiben was ich gesehen habe. Um ein Haar waer ich nicht nach Iguazu gefahren, dachte ich hab schon soviele Wasserfaelle gesehen , ich nutze die Zeit leiber anderweitig. Aber ich bin so froh dass ich das gesehen und gehoert habe. RIEEEESen Wasserfaelle soweit das Auge reicht. Zum Teil steht man ganz nah dran (wird puddelnass) und wenn man nach unten kuckt, denkt man, dass ist das Ende der Welt. Durch die gewaltige Gischt sieht man den "Grund" nicht. Es sieht einfach nur aus wie ein grosser, brodelnder Pott. Zwischendrin bilden sich um die Faelle kleine Regenbogen und ueberall fliegen bunte Schmetterlinge. Ich bin von der Schoenheit und er Kraft total ueberwaeltigt. Ich glaub ich gehe morgen nochmal auf die argentinische Seite. Eigentlich hatte ich von auf die brasilianische zu gehen, weil man von dort einen besseren Panoamablick hat, aber ich moechte den Faellen nochmal richtig nah sein.
Jetzt geh ich aber erstmal Steak essen :-))

Fotos kommen demneachst...

Tuesday, February 19, 2008

Hola Argentina

Nach einer kleinen Odysee und ein paar Abschiedstraenen bin ich in Buenos Aires gelandet. Am Sonntag frueh gings um 11 Uhr in Antigua los. Dann hab ich mir 4.5 Stdunden intensiv den Flughafen in Guatemala City angekuckt, bevor der Flieger nach Mexico City ging. In Mexico City hatte ich dann nochmal 3.5 Std Aufenthalt. Der Flug mit Mexicana war aber sehr gut. Beinfreiheit wird hier noch gross geschrieben, obwohl die kleinen Mexicaner das ja eigentlich nicht braeuchten. Nach meiner Ankunft in Buenos Aires war ich ein bisschen genervt. Riessen Flughafen und ich wusste nciht recht wohin. Hab mir dann aber einen Shuttel zum Hostel organisiert. Waehrend ich mein Gepaeck so rumschleppte wurde mir bewusst "Ich hab eindeutig zuviel. Irgendwas muss gehen, so kann ich die naechsten Monate nicht reisen.
Aber nun gut. Das Hostel in Buenos Aires entpuppte sich als sehr nett. Ich habe ein eingenes ZImmer fuer $15 inkl einem kleinen Fruehstueck. Vor der Tuer sind nette Bars und Restaurants.
Nach einer Dusche sah die Welt dann schon besser aus. Durch einen meiner Massagekunden hab ich dann auch gleich lokalen Anschluss gefunden. Er hat mic in Kontakt mit Freunden von ihm gebracht. Laura und ihr Sohn Leo haben mich abends abgeholt und mir ein bisschen die Stadt gezeigt. Irgendwie erinnert mich alles ein bisschen an Berlin oder irgendeine andere europaeische grossstadt. Dann sind wir um 20:30 zum essen gegangen. Waren mit die Ersten. Die Restaurants machen hier erst um 20h oder 20;30 auf. Ich hab Laura gesagt sie soll mir einfach was leckerse bestellen. ich lass mich ueberraschen. Und die Ueberraschung gelang ihr. Wir haben ca. eine halbe Kuh auf dem Tisch gehabt. Ok, ich muss den Computer frei machen, da will ein anderer anund meinen Zeit ist up. Ich schreib die Tage oder spaeter weiter...

Friday, February 15, 2008

Adios Guatemala

Meine Zeit in Guatemala ist ab. Sonntag geht der Flieger nach Buenos Aires. Ich kann nicht glauben, dass ich schon 6 Wochen unterwegs bin. Naja unterwegs ist wohl ein bisschen uebertrieben. Hatte hier ja ein relativ geregeltes Leben. Jetzt geht es ja erst richtig los.
Der Abschied am Montag von meinen Eltern war mit ein paar Traenen verbunden. Mama hat Angst, dass mir was passieren koennte und mir wurde klar, dass ich ab jetzt "alleine" bin so ohne Ziel und Plan in einem Land das ich nicht kenne und deren Sprache ich immer noch nicht spreche. Aber wir haben es gut hinter uns gebracht. Ich freu mich riessig auf das was vor mir liegt und Mama, mach Dir keine Sorgen, ich komm schon heile wieder, das weis sich ganz sicher. Als ich nach unserem Abschied beim Rauchen vor der Haustuer sass und so ueber alles nachgedacht habe, lag mit einenmal vor meinen Fuessen einen kleiner Schluessel. Ich hab ihn aufgehoben und gedacht, dass ist ein Zeichen. Das ist meinen Schluessel nach Hause. Als ich genauer hingekuckt habe stand auf dem Schluessel auch noch "Made in Germany". Dachte mir jetzt kann ja nichts mehr schiefgehen (Papa: Ich hoffe Du hast den Schluessel nicht verloren :-))

Heute hatte ich meinen letzten Schultag. Marta hatte einen ziemlichen Kater. Sie war gestern Abend gut unterwegs. Also sind wir nur Kaffeetrinken gegangen. Aber das ist ja ncihts Neues. Das ist ja hier meine Lieblingsbeschaeftigung. Ich hab mehr ueber Kaffee und Kuchen hier gelernt als Spanisch :-)

Ach jetzt faellt mir noch ein. Ich hab die Wochen eine Kuchengebacken. Hatte Lucrecia schon lange versprochen dass ich, bzw. meine Mutter (das hab ich einfach mal so entschieden), ihr ein deutsches Kuchenrezept zeigen. Leider haben wir das vor Mamas Abreise nicht mehr hinbekommen und dann hab ich das einfach versucht. Aber wie ihr schon wisst ist in Guatemala viele anders und zwar auch die Eier und das Mehl. Jedenfalls wurde das alles nicht ganz so wie ich mir das vorgestellt habe. Anstelle eines geschmeidigen Teiges hatte ich eher was in Richtung broeckelige Streussel. Nach der doppelten Menge Butter liess sich der Teig aber wellen. Die Mandeln fuer oben drauf sind liessen sich auch nicht caramlelisieren. Wie man so schoen sagt, sie warn furztrochen. Lucrecia hat dann einfach entschieden, dass ein bisschen Rum nicht Schaden koennte. Und in der Tat der Rum hat den Kuchen gerettet. Ich weiss garnicht ob Euch schon erzaehlt habe, dass Rum in Casa Lucrecia sehr beliebt ist. Den bekommen wir ab und an sogar zum Fruehstueck. Anstelle von Bananen oder Erdbeermilch serviert Lucrecia dann "Leche con Ron". Koennte ich mich dran gewoehnen.

Ach ich hab diese Woche auch zum ersten Mal verschlafen. Wir, das sind Zina aus England, Max und Lutz aus Deutschland und ich sind die Woche jeden Abend unterwegs gewesen. Am Mittwoch hab ich dann glatt verpennt, bis Lucrecia mit dem Gloeckchen laeutete. Ups, ein Gluekc gibts das Gloeckchen. Das Gloeckchen ist uebrigens das Signal dass das Essen auf dem Tisch steht und dass wir anzutanzen haben. Neben dem "Wanderzoo" eine andere eher seltsamen Gepflogenheiten von Lucrecia. Eine weiter ist das Falten der Platzdeckchen. Nach jedem Essen muessen wir diese auf eine bestimmte Weise zusammenfalten, glattstreichen und ihr reichen. Eignetlich koennten sie die auch einfach liegen lassen wir essen ja so oder so 3x am Tag und ausser waehrend des Essen sitzt eh niemand am Tisch und Besuch kommt auch keiner. Aber nun gut, wir alles haben unsere Macken und Kanten.


So jetzt heisst es Rucksack packen (das iwr diesmal um einiges leichter und schneller gehen)
Mir ist ein bisschn schwer ums Herz. Ich kanns nur wiederholen. Ich werde Antigua vermissen. Ich habe wirklich ein paar sehr liebe Menschen hier kennengelernt.

Monday, February 11, 2008

Karneval mit Ostereiern…

Andere Laender, andere Sitten. Am Dienstag war Karneval. Den feiert man in Guatemala mit Cascarones. Das sind ausgeblasene, mit Konfetti gefuellte, buntbemalte Ostereier. Diese „hauen“ sich die Kinder gegenseitig auf den Kopf (verkleiden kennt man nicht wirklich). Unser Schuldirektor Julio dachte, dass das auch was fuer uns waere. Schliesslich sind wir ja alle Schulkinder. Nach der Pause gings also auf den Kinderspielplatz. Marta und ich waren bis unter die Zaehne bewaffnet. Wir haben vorher auf dem Markt eine grosse Tuete Eier gekauft. 50 Stueck fuer Q10 (ca. 1 Euro). Vor der grossen Eierschlacht machten wir ein paar Spiele und dann ging es auf in den Kampf. Wie 1. Klaessler sind wir mit unseren Eiern aufeinander losgegangen. Ich hab ordentlich ausgeteilt, aber auch so einiges einstecken muessen. Hatte danach selbst in der Unterhose Konfetti und Eierschalen. Am Mittwoch began hier dann die Fasten-/Vorosterzeit. 40 Tage bis Ostern. Verschiedene Kirchen werden einmal die Woche sehr aufwendig mit Blumen und Fruechten dekoriert. Man nennt das Velacion. Ich hab noch nicht ganz verstanden was es damit auf sich hat. Ist aber auf jedenfall sehr huebsch anzusehen. Am Sonntag fand die erste Prozession in einem kleinen Dorf Santa Catharina statt. Marta hat uns mitgenommen. War ein tolles Erlebnis.

Die Strassen im Dorf waren mit „Teppichen“ (Alfombras) aus Blumen, oder buntgefaerbtem Saegemehl dekoriert. Ueberall liefen Maenner in lila Kutten, oder „Roemer-Kostuemen“.

Abwechselnd tragen um die 40 Maenner eine riessen „Holz-Trage“ mit dem „Kreuz Chrstie“ ganz langsam nach Antigua und zurueck (ca. 12 Stunden). Alle 3 Blocks wird gewechselt, damit jeder mal drankommen. Martas Sohn Kevin ist auch mitgelaufen. Fuer die Menschen hier ist das ein sehr grosse Ehre.

Mein spansich Wort der Woche: “Mis Mamas”
Ich sollte bei einer Uebung „Mis Papás“ (meine Eltern) lesen. Das konnte ich ums verrecken nicht aussprechen. Hoerte sich immer wie „mis papas“ (meine Kartoffeln) an. Not macht erfinderisch und ich hab aus „Mis Papás“ einfach „Mis Mamas“ gemacht. Mamas or Papas, ist ja eigentlich egal, dachte ich. Weit gefeht. Papás sind „Eltern, „Mamas“ sind „meine Moepse“…Ups…

Freitag war Party angesagt. Angela, Patty und ich haben Antigua unsicher gemacht. Im Irish-Pub. Diesmal wars dort richtig cool. Nur “mitsing-Musik”. Angela und ich traellerten bei jedem Song lauthals mit. Wir beiden waren die Live-Band des Abends:
Hab aber nur bis Mitternacht ausgehalten, dann musste ich ins bett. Ich bin einfach nichts mehr gewohnt...Angela hat bis 4 Uhr frueh durchgemacht. sie ist noch zu einer After Party. Die gibt’s hier auch. „Sperrstunde“ ist naemlich noch frueher als in LA. Um 1 Uhr ist offiziell Feierabend. Die durchgezechte Nacht musste die Gute bitter buessen.
Leider ist Angela gestern wieder gefahren. Mal kucken wer als naechstes kommt. Letzte Woche kam noch ein Maedel aus chicago, Jean. Sie ist sehr nett aber super still.

Morgen faengt meine letzte Woche in Antigua an. Naechsten Sonntag geht’s weiter nach Buenos Aires. Der Abschied wir mir sehr schwer fallen. Ich fuehle mich hier mittlerweile sehr wohl. Hab mich rightig eingelebt und ein paar nette freundschaften geschlossen. An das Leben bei Lucrecia koennte ich mich auch gewoehnen. Es ist alles da, ich werde umsorgt (muss nicht mal mein Bett machen) und ich muss absolut gar nichts machen. 3x am Tag steht das Essen auf dem Tisch, das Bett wird jeden Tag gemacht und die Handtuecher gewechselt. Meine Waesche bring ich nach nebenan und wenn ich nicht bei Lucrecia bin, dann geht ich zu Fernando´s Cafe. Fernando's ist mein zweites Zuhause hier. Jeder der dort arbeitet kennt mich inwischen und ich werde mittlerweile von Fernando selbst sogar schon mit Kuesschen begruesst. Bei Fernando gibt es uebrigens den besten Kaffee von Guatemala. Sie roesten die Bohnenreglemaessig selbst.
So jetzt mach ich mich besser auf den Weg zu Fernando. Sie warten sicher schon auf mich.

Monday, February 4, 2008

Urlaub vom Urlaub...

…das war mein Trip nach Monterrico. 2 Tage am Strand die Seele baumeln lassen und nichts tun -- als haette ich sonst soviel zu tun -- aber Urlaub ist anstrengend und ich brauchte einfach mal eine Pause :-)) Also ging es Freitag Mittag um 1 Uhr mit dem Touri-Transfer Bus nach Monterrico. Ich hatte Glueck: habe den Trip ueber meinen mittlerweile guten Bekannten Roberto gebucht und da wir nur zu 4. waren (meine Eltern und Mitschuelerin Shelly) hat er uns in seinem keinen Toyota RAV4 gefahren. Das war mal richtig bequem im Vergleich zu den Gefaehrten der letzten 4 Wochen. 2.5 Stunde ging es Richtung Kueste. Wir kamen durch viele Doerfer und ich habe wieder gesehen, wie arm die Menschen hier doch sind. Ich hatte das Gefuehl, je naeher wir an den Strand kamen desto aermlicher und auch schmutziger wurde es. Viele keiner Huette, gebaut aus so ziemlich allem was man sich vorstellen kann. Drumherum jede Menge Muell – vor allem Chipstueten, Plastikflaschen und Coladosen. Wie in vielen dieser Laender haben die Menschen kaum das noetigste zum Ueberleben, kaufen sich dann aber von dem bisschen Geld das sie verdienen Chips und Cola. Die kleinen Kioske die es an jeder Ecke gibt, sind wirklich bis zum Rand mit Suessigkeiten, Chips und suessen Getraenken vollgestopft.Mangels Bildung (die meissten Kinder gehen wenn ueberhaupt 6 Jahre zur Schule) wissen sie auch nicht was Muellentsorgung ist. Es wird regelrecht das Fenster aufgemacht (wenn es eines gibt) und alles was man nicht mehr brauchen kann hinausgeworfen. Zwischen den Hueten und dem Muell laufen kleine Kinder, Schweine, Hunde, Huehner und Gaense. Der Anblick dieser Armut hat mich sehr traurig gemacht, mir aber auch wieder vor Augen gefuehrt, wie gut es uns allen geht und das wir uns eigentlich nie wieder ueber irgendetwas beschweren sollten. Monterrico ist aber unheimlich schoen. Ein super breiter schwarzer Sandstrand, Palmen und relativ warmes Wassen. Mit unserem kleinen Hotel, Cafe-del-Sol, hatten wir auch riessen Glueck. Ich hatte es mehr oder weniger blind uebers Internet gebucht.musste dafuer sogar hier auf der Bank eine Anzahlung ueberweisen. Habe in 14 Jahren in LA kein Geld ueberweisen muessen, aber kaum 4 Wochen in Guatemala musste ich mit meinem bisschen Spanisch auf der Bank Formulare ausfuellen. Hat aber alles prima geklappt und Cafe-del-Sol entpuppte sich wie gesagt als ein richtiger Gluecksgriff. Einfach aber sehr sauber mit kleinem Pool und direkt am Strand. Am ersten Abend sind wir 4 durchs „Zentrum“ (nicht viel, hoechstens 100-200 Meter) gelaufen um ein Lokal zu finden in dem wir Abendessen koennen. Bei unserer Erkundungstour am Nachmittag hatten Shelly und ich einen tourguide, Edgar, kennengelernt. Er wollte uns fuer den naechsten Morgen um 5 Uhr eine Sonnenaufgang Boottour durch die Mangroven verkaufen. Das musste ich/wir aber dankend ablehnen, denn fuer nichts auf der Welt wollten wir um 4:30 aufstehen. Wir wollten endlich mal ausschlafen. Auf jeden Fall haben wir Edgar abends wiedergetroffen: Er hat uns zu einem Lokal gefuehrt und gemeint hier gaebe es exellenten Fisch (hmm lecker, mein Lieblingsessen :-) Wir waren zuerst ein bisschen skeptisch denn das Lokal sah etwas mitgenommen aus und es sass kein Mensch drinnen. Nur die Besitzerin, eine dicke Mama, die sich ununterbrochen mit ihrem breitzinkigem Kamm am Kopf kratzte. Nicht seht appetitlich, aber da die Alternativen auch nicht besser waren und wir Hunger hatten gingen wir rein. Was kann im schlimmsten Fall passieren…ein 24 Stunden Date mit dem Klo. Fuer mich gabs auf der Karte 2 Moeglichkeiten Spaghetti mit Tomatensosse oder Pollo. Huehnchen hatte ich ein bisschen ueber also hab ich mich fuer die Spaghetti entschieden, damit kann man ja auch nicht soviel falsch machen. Meine Mutter und Shelly haben sich nach langem hin und her ueberlegen fuer Haifisch Filet entschieden. Der Fisch war wohl sehr lecker. Mein Spaghetti eigentlich auch wenn in der Sosse nicht mehr Knoblauch als tomaten gewesen waeren. Ich hab mich schon im voraus bei Shelly entschuldigt. Die Arme muss mit mir im Zimmer bestimmt fast gestorben sein.
Am Samstag frueh kam meine Lehrerin Marta mit ihren 3 Kindern, Arelli (17), Kevin (14) und Samantha (11). Ich hatte sie kurzerhand am Freitag morgen vor meiner Abfahrt eingeladen am Samstag für einen Nacht zu kommen. Ich dachte mir es wäre vielleicht ein netter Ausflug für die Kinder und ich kann spanisch ueben.
Das Wochenende haette nicht besser sein koennen. Ich hatte eine riesen Spass mit den Kindern und sie fand es am Strand einfach klasse. Auch wenn sie zuerst etwas aengstlich waren. Sie koennen nicht schwimmen und waren auch erst einmal vor 3 Jahren fuer einen Tag (morgens hin abends zurueck) am strand.


Zuerst waren wir im Pool und ich habe versucht ihnen Schwimmunterricht zu geben. Dann sind wir an den Strand und sie haben sich langsam (meine Hand festumkammert) ans Wasser vorgetraut. Die Wellen waren ziemlich hoch und jedes Mal wenn eine grosse kam sind sie kreischend zurrueckgesprungen: Mit Babyschritten haben wir dann die Fuesse in die Fuesse ins Wasser gestreckt und langsam wurden sie mutiger und haben sich sogar hingesetzt. Dabei entdeckten sie Mini-Krebse und die Jagd begann. Stundenlang haben wir kleine Krebse gefangen. Zu Sonnenuntergang sind wir in ein Schildkroeten Sanctuary gegangen um eine kleine Babyschildkroete ins Meer zuentlassen. Jaehrlich legen schildkroeten am Strand von monterrico ihre Eier. Die Nester werden von Raeubern gepluendert und verkauft (sie gelten als Aphrodisiaka). Das Sanctuary versucht so viele Eier wie moeglch zu retten. Wenn die Babys dann schluepfen werden sie wieder ins Meer entlassen. Das findet immer am Abend zum Sonnenuntergang mit einem kleinen „Schildkroeten-rennen“ statt. Fuer 10Q (1 Euro) adoptiert man einen Schildkroete . Alle Adoptiveltern stellen sich dann vorne am ufer in einer reihe auf und entlasse ihre „Schuetzlinge“ gleichzeitig. Wessen Schildkroete es zuerst ins Wasser schafft, bekommt einen kleinen Preis (T-Shirt). Wir haben natuerlich alle ein Baby adoptiert. Man kann sich nicht vorstellen wie klein und putzig die Dinger sind.
Ich haette meinen kleinen „Benny“ am liebsten mitgenommen. „Benny“ hatte es aber eilig. Er wollte endlich in das grosse weite Meer hinaus. Leider ist er auf dem Weg in ein paar tiefe Schluchten (Fussstapfer) gestuerzt und somit war das mit dem 1. Platz nichts. Arellis kleine Schlidkroete wurde 2. Sie war ganz stolz. Aber ist ja auch egal welcher Platz Hauptsache die Kleinen haben es alle ins Wasser geschafft. Jetzt schwimmt dort draussen im Meer also meine kleine Schildkroete. Vielleicht seh ich sie eines Tages beim Tauchen ja wieder….
Nach einem herrlichen Sonnenuntergang im Meer sind wir dann nach dem Essen (diesmal sehr gediegen im Hotel) zu einer kleinen Nachtwanderung aufgebrochen. Mit taschenlampen gingen wir auf „grosse“ Krebssuche.
Es kam so einiges zusammen. Martas Pullover musste als transport-Kontainer herhalten. Als wir voellig erschoepft mit einem Pullover voll Krebsen ins Hotel zureuckkamen stellte Arelli fest, dass sie in der Aufregung den Zimmerschluessel verloren hatte. Marta bestand darauf dass wir ihn suchen gehen. Voellig utopisch bei Nacht. Ein Schluessel am Strand ist wie ne Nadel imheuhaufen. Nach 30 Minutne umherirren konnte ich Marta ueberzeugen dass das keinen Sinn macht. Wir sind ins Hotel zurueckgekehrt, wo die kleine Samantha auf uns gewartet hat. Was dann kam war wie ein Sketch. Samantha sass auf einem grossen Stuhl und streckte uns ihre Beine entgegen, kuckt ihre Mutter an und sagte: „Mami als ihr weg wart ist mir aufgefallen, dass ich ja gar keine Schuhe mehr anhabe. Ich muss die irgendwo unterwegs verloren haben. Ich hab aber ganz fest ueberlegt und ich glaube ich hab sie bei dem Boot am Strand stehen gelassen (beim Fang einer besonders grossen Beute). Marta und ich haben uns vor Lachen fast in die Hose gemacht. Es war einfach goettlich wie sie da sass und uns voellig unschuldig ankuckte. Auf jeden falls sind Arelli und Kevin noch mal los. Sie haben die Schuhe in der Tat gefunden. Den Schluessel aber (natuerlich) nicht. Also mussten wir dem Manager beichten was passiert ist. Er brachte ein Ersatzschluessel und ich versicherte Marta dass sie sich bitte um die Kosten keine Sorgen machen soll. Ich konnt an ihrer Unterhaltung mit den Kindern hoeren, dass sie die Mega Panik hatte was der verlorene Schluessel kosten koennte. Wieder ein Moment in dem ich realisierte welch grosses Problem ein verlorener Hotelschluessel fuer ein Familie wie Marta sein kann.$10 oder $20 sind fuer sie viel Geld. Das Gleuck war uns aber hold und am Sonntagnachmittag kam kurz vor unserer Rueckreise ein „Guatemalteco Lifeguard“ vorbei und brachte den Schluessel. Er hatte ihn im Sand gefunden. Die Lifeguards hier sind uebrigens auch sehr lustig. Es lebe Baywatch -- Das Webeplakat musst ich einfach fotografieren: David Hasselhoff Made in Guatemala-- Totmuede sind wir am Nachmittag alle 8 im Minibus nach Antigua zurueckgefahren. Ich muss sagen, soviel Spass wie die letzten beiden Tage hatte ich schon lange nicht mehr. Das Leuchten in den den Augen der Kinder zu sehen war fuer mich das schoenste am ganzen Wochenende.
Als ich allerdings zuhause ankam, gab es noch eine schlechte Nachricht. Der Vater von Rafael (Gastvater) ist Samstag Nacht gestorben. Er war zwar schon 97 und seit 10 Tagen ging es ihm sehr schlechte, aber war totzdem traurig. Wir haben alle beschlossen, dass lucrecia am Montag frei hat und wir uns selbst versorgen…
Morgen ist Karneval in der Schule, verkleiden tut man sich hier aber nicht. Bin gespannt und were Euch bald berichten…

Friday, February 1, 2008

Noch ein paar Vulkan Fotos...

...weils so schoen war...









Und ein bisschen Kitsch...


...und die Orangenschaelmaschine...